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Reisevergnügen in der Lüneburger Heide  Reisevergnügen in der Lüneburger Heide  Reisevergnügen in der Lüneburger Heide  

Reisevergnügen nach Bad Bevensen in der Lüneburger Heide

vom 28.08 – 03.09.

1.Tag: Um 8:30 Uhr Abfahrt bei Siloah. Das Einladen ging flott und alle waren guter Dinge. Grit behielt während der langen Reise das Steuer fest in der Hand. Das Wetter war recht  wechselhaft, was fast während der gesamten Woche anhalten sollte. Gegen 13:20 Uhr  machten wir eine längere Pause an einer Autobahnraststätte auf thüringischem Boden.  Zahlreiche Pinkelpausen verlängerten unsere Anreise um ganze 1 ½ Stunden! Nach  insgesamt 11 ½ Stunden Fahrzeit kamen wir K.O., aber gerade noch pünktlich zum  Abendessen an, wo wir herzlich empfangen wurden. Der Gepäcktransfer auf die Zimmer  war professionell organisiert und klappte reibungslos, ebenso die Zimmerzuteilung. Mit  den Klängen des abendlichen Shanty-Chors im Ohr fielen wir bald ins Bett, gespannt, was  der morgige Tag bringen würde.

2.Tag: Gegen 8:30 Uhr trafen wir uns beim üppigen Frühstücksbuffet. Anschließend gab es um 10:30 Uhr im Gemeinschaftssaal einen Sektempfang bei dem uns Frau Tietz herzlich begrüßte und über die Angebote des Hotels informierte. Der restliche Tag stand dann zu unserer freien Verfügung, damit Grit sich nach der strapaziösen Anreise erholen konnte. Da heute in Bad Bevensen ein Töpfermarkt, - sogar der größte im norddeutschen Raum (immer einmal im Jahr) -, stattfand, bummelten, bimmelbahnten und rollten wir hinunter in den Ort. Bad Bevensen selbst ist mit seinen typischen Klinkerstein- und Fachwerkhäusern ein sympathischer kleiner Kurort, in dem vorwiegend  das „Krückstockgeschwader klappert“, wie ein Einheimischer die Kurgäste humorvoll nennen.
Heute hatten wir richtig Glück mit dem Wetter: Majestätische mächtige Wolken umrahmten einen stahlblauen  Himmel, von dem die Sonne warm und freundlich auf das bunte Treiben des Töpfermarktes mit seinen ca. 67 Ständen herablächelte. Ein heftiger, kurzer  Schauer wurde durch den Anblick fleißiger, Waben bauender Bienen versüßt, die ein regionaler Bioimker ausgestellt hatte.  So gegen 17:00 Uhr trudelten wir wieder im Hotel ein.

3. Tag: Leider regnet es ununterbrochen, ausgerechnet heute, wo eine Kutschfahrt nach  Undeloh  in die Lüneburger Heide gebucht war. Zum Glück konnten wir den Ausflug auf den  letzten Tag vor unserer Abfahrt verlegen, so dass wir beschlossen, gegen 12 Uhr  nach  Lüneburg zu fahren. In der Zwischenzeit vertrieben sich die meisten von uns die Zeit   mit Uno, einem Kartenspiel und brachten richtig Stimmung rein.
In der alten Hansestadt Lüneburg konnten wir die vielen engen verwinkelten Gassen, den  Hafen mit seinem historischen Kran bestaunen. Die Ulmenau schlängelte sich malerisch  durch den Ort an der hier so typischen Backsteingotik vorbei. Wir besuchten die  Nikolaikirche und die mächtige St. Johanneskirche. Gegen 14 Uhr kehrten wir im kleinen  Kaffee  Sandkrug ein. Während des gesamten Ausflugs blieb es glücklicherweise bis auf  wenig Schauer einigermaßen trocken. Erst, als wir uns gegen 17 Uhr beim Bus zur Rückfahrt einfanden, öffneten sich die Schleusen wieder und es begann richtig zu  schütten. Nach dem Abendessen im Hotel wurde ein poetisch - musikalischer Abend  angeboten, bei dem Gedichte vorgetragen und gemeinsam gesungen wurde.

4. Tag: Heute steht ein besonderes Highlight bevor: Die Fahrt nach Hamburg! Um 10 Uhr ging  es los. Wir wurden von Herrn Ferdinand Barentsche begleitet, welcher uns mit seiner  angenehm ruhigen Stimme in die geschichtlichen Hintergründe der Lüneburger Heide und Hamburg einführte.
Schon vom Hamburger Umland waren die imposanten Riesenkräne zu sehen. Über die  große, weit geschwungene Köhlbrandbrücke fuhren wir durch den Zoll in das riesige  Gebiet des weltgrößten Hamburger Hafens. Hier wird laufend auf- und umgebaut, so  dass es stellenweise ziemlich chaotisch aussieht. Auf einer Hafenrundfahrt bei launigem  Wetter  konnten wir einen Blick auf ein Lieblingsspielzeug eines Multis erhaschen: die  größte Jacht der Welt (Wert: 8 Milliarden Euro). Sehr gut gelungen ist im Hamburger  Hafen die architektonische Leistung: Die denkmalgeschützte Speicherstadt (alte, zum Teil  noch verwendete Lagerhäuser in Backsteingotik) fügt sich neben den unterschiedlichen,  fantasievollen  Baustilen wunderbar ein. - Hier atmet der freie Geist der Welt!
Während der anschließenden Stadtrundfahrt (Beatles-Platz mit den Schattenbildern der  fünf Pilzköpfe, Reeperbahn, St. Michael, u. a.), fuhr uns Grit wacker durch die narrisch  engen und wuseligen Straßen und Gassen. Bevor wir die lange Heimfahrt antraten, war  noch eine Stunde Zeit, am schwimmenden Kai des Hafens entlang zu bummeln und  noch ein letztes Mal ganz tief die Luft der bunten weiten Welt zu schnuppern. Aus den  wilden Wolken regnete es leider fast ununterbrochen, so dass die meisten von uns sich unter einem Dach bei der obligatorischen Hamburger Fischsemmel zusammenfanden und von dort das Treiben beobachteten.

5. Tag: Heute geht die Fahrt in den Vogelschutzpark Walsrode an. Um 10:30 Uhr ging`s los.
Anderthalb Stunden fuhren wir über Land, - ab und an begrüßte uns sogar ein winziges  Fleckchen blühende Heide. Der Vogelschutzpark ist ein weiträumiges Gelände, in dem  Vögel aus der ganzen Welt zu bestaunen sind. Bedrohte Arten werden hier auch  gezüchtet und aufgepäppelt. Die Vogelflugshow unter spritziger Anleitung von einem  jungen  Team dauerte eine gute halbe Stunde. Sie war wirklich beeindruckend mit seinen  frei fliegenden kleinen und großen Akteuren. Petrus war uns heute wohl gesonnen, denn  trotz mächtiger schwarzer Wolken, die wallend über uns hinwegfegten, blieben die  Schleusen während der Show bis auf einen neckischen Schauer geschlossen. Nach dem obligatorischen kleinen Schmaus im Rosencáfe wanderten wir durch den Vogelschutzpark zurück zu Bus. Das war ein wunderschöner Ausflug, der mit einem  unerwarteten Zwischenfall abgerundet wurde: Das Navigationsgerät unseres Busses versuchte sich  offenbar ebenfalls in ungewohnten Höhen  - und stürzte ab! Bis wir das bemerkten waren wir schon einen riesigen Umweg gefahren. Durch eine stimmungsvolle wolken- und herbstfarbenbewegte Landschaft kamen wir mit einer dreiviertelstündigen Verspätung an,  was der guten Stimmung jedoch keinen Abbruch tat.

6. Tag: Nach dem gemeinsamen Frühstück geht es heute, am letzten Tag unserer Reise, ab nach  Undeloh, wo uns eine abschließende Kutschfahrt durch die blühende Heide erwartet. In  Undeloh wurden wir von einem bezaubernden kleinen Markt überrascht, auf dem vor  allem Spezialitäten und auch Kunsthandwerk aus dem Umland angeboten wurde. Ab  13 Uhr warteten wir in der warmen Herbstsonne gespannt auf unsere beiden Kutschen,  die dann mit etwas Verspätung auch kamen. Sobald alles fertig verstaut und verschnürt war, ging es endlich los. Eine gute Stunde fuhren wir gemütlich und bei strahlendem  Wetter  durch die herrlichen Weiten der frisch erblühten Heide, die Leuchtkraft der  Farben wird sich in den kommenden Tagen noch deutlich steigern. Dabei führt uns der  Weg auch durch ein Museumsdorf mit seinen typischen Reeddächern, hier kann man  einen Eindruck bekommen, wie die Menschen früher gelebt und gearbeitet haben.  Anschließend saßen wir noch gemütlich bei einer leckeren Buchweizentorte und Kaffee  beisammen.
Nach einem Gruppenfoto ging es wieder zurück ins Hotel, wo leider schon die Koffer  für die morgige Heimfahrt gepackt werden mussten. - Ja, die Tage sind wie im Fluge  vergangen! Doch vor der morgigen Abreise soll heute Abend noch richtig gefeiert werden  - mit Livemusik und Tanz, dass die Bude wackelt!
 

Frau Tietz lud uns  abschließend zu einem gemeinsamen besinnlichen Abschiedskreis ein, der von ruhigen Melodien begleitet wurde. Das war ein sehr schöner Ausklang, den vermutlich auch das Serviceteam des Hotels nicht so schnell  vergessen wird.

Gabriele Meischner